Von Drachen bewacht – das letzte Paradies der Erde

Das Ökosystem: völlig intakt. Die Geschöpfe: auf der roten Liste gefährdeten Welterbes. Sie sind „endemisch“. Das heißt: Geckos, Seebären und Pelikane dieser Art finden sich nirgendwo sonst auf der Erde. Einzigartig ist auch die Kaffee-Kostbarkeit, die der junge, nährstoffreiche Vulkanboden hervorbringt. Ihr voller, aromatischer Körper ist unter Kaffee-Kennern heiß begehrt.

Vom Aussterben bedroht: endemische Kreaturen © Mirko Dabić - fotolia.com

Vom Aussterben bedroht: endemische Kreaturen © Mirko Dabić – fotolia.com

Bei Branchentreffen zählen nur die Fakten: Baristas, Röster, Sensoriker und andere Kaffee-Puritaner versammeln sich dort zum rein informativen Gedankenaustausch. Vollmundige Auftragskommunikation ist verpönt. Lobhudelei ebenfalls. Doch die unberührte Kaffee-Spezialität mit dem langen Namen, behütet von den seltensten Kreaturen des Erdballs, ist in der Branche ein Geheimtipp und wird raunend weiterempfohlen. Prädikat einzigartig, Ruf untadelig – wie ihre Herkunft:
Die Kaffeebäume wachsen auf relativ jungem Vulkanboden. Das Mikroklima der Galápagos-Inseln ist prädestiniert für besten Biokaffee. Jeglicher Einsatz von Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln ist untersagt. Die idealen Anbaubedingungen schmeckt man. Wie ein Blumenstrauß entfaltet sich der Ecuador Galápagos im Mund und avanciert damit einmal mehr von der Austauschbarkeit in die Alleinstellung.

Kirschen, die ein Kopfkino freisetzen
Gewachsen unter Schattenbäumen, gedüngt allenfalls mit organischen Substanzen werden die Kaffeekirschen dann von Hand geerntet und anschließend zum „Nass-Beneficio“ gebracht, wo man sie sorgfältig vom Fruchtfleisch trennt. Kompromisslos wird dort nur mit reinstem Wasser gearbeitet und in jeder Phase umweltschonend, um die höchste Qualität zu sichern. Aufgrund der kalten, aus der Antarktis resultierenden Humboldt-Strömung ist das Klima nur gemäßigt ozeanisch und hält an den Südhängen der Inseln zwischen Januar und Mai tropischen Regen bereit: die perfekte Stimulanz für charaktervolle Kaffeekirschen, ganz zu schweigen von dem Kopfkino, das ihre Herkunft im Kaffee-Liebhaber freisetzt …

Sensibles Ökosystem - das letzte Paradies © Paul Kennedy - fotolia.com

Sensibles Ökosystem – das letzte Paradies © Paul Kennedy – fotolia.com

Ein Mikrokosmos für sich
Die Galápagosinseln (spanisch: Islas Galápagos) im östlichen Pazifischen Ozean liegen am Äquator, ca. 1000 km westlich der ecuadorianischen Küste in Südamerika. Etymologisch leitet sich „Galápago” von dem Schildkrötenpanzer ab, der sich bei einigen Riesenschildkröten im Nackenbereich wie ein Sattel wölbt. Die einzigartige Flora und Fauna der Inseln – nordwestlich das unbewohnte Archipel „Darwin“ – ist Teil des Weltnaturerbes der UNESCO und steht unter strengstem Naturschutz. Ihr Betreten oder das Befahren ihrer Gewässer sowie ihre ökologische und ökonomische Nutzung unterliegen rigiden Richtlinien, deren Einhaltung durch die Nationalparkverwaltung mit Sitz in Puerto Ayora überwacht wird.

Charles Darwin lässt grüßen
Wo Geckos und Landleguane auf Mähnen-Robben, Darwin-Finken und andere extrem seltene Arten treffen, hat der Naturschutz allerhöchste Priorität. Vor fast 200 Jahren von Charles Darwin durchwandert, erinnert die archaische Unberührtheit des Archipels an sein Buch zur „Entstehung der Arten“. Noch heute flattern seine berühmten Finken über die Inseln, sind aber nur eine ihrer Attraktionen: Hunderte von Arten leben hier und fast die Hälfte davon nirgendwo anders auf dem Globus. Doch die seltenen Tiere sind unvermutet zutraulich: Auf den von der Zivilisation weitestgehend unberührten Inseln konnten sie noch keine Angst vor dem Menschen entwickeln.

Geckos, Lavaechsen, Landleguane: Traumziel für Biologen © nagydodo - fotolia.com

Geckos, Lavaechsen, Landleguane: Traumziel für Biologen © nagydodo – fotolia.com

Das letzte Paradies der Erde
Majestätische Fregattvögel und Aztekenmöwen gleiten wie traumversunken am Horizont entlang, Schildkröten größer als Autoreifen tapsen über die Insel und unweit vom Ufer blubbern friedliche Riff-Haie den Robben sanft Luftblasen ins Gesicht. Galápagos-Pinguine, einzige Pinguin-Art der Nord-Hemisphäre, paddeln in Grüppchen daneben und watscheln dann später zutraulich über den Strand auf den Menschen zu, in Eintracht mit freundlichen Meeresechsen.
Auf den Galápagos-Inseln scheint sich das letzte Paradies der Menschheit zu befinden: eifersüchtig bewacht, auf der roten Liste des gefährdeten Welterbes und mit strengen Auflagen selbst für Einheimische. Mit dem Genuss einer Tasse ECUADOR GALÁPAGOS SPECIALITY SBH lässt es sich ein Stück weit zurückerobern: beim nächsten Besuch in Ihrer Düsseldorfer Kaffeerösterei.

Web-Videos zu den Galápagos-Inseln

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