Auf einen Kaffee mit Marc Kettenbach

Marc Kettenbach

„Der Erfolgsschalter“ oder „Wie ein einziger Satz das Genie in uns weckt!“

Realträumer Marc Kettenbach über sein neues Mentaltraining, welches auch in der Hochfinanz und im Wettkampfs-Bereich greift

Wenn Marc Kettenbach in den Tag startet, kommt es vor, dass er das Fenster zum Variantenraum zu öffnet – dem Quantenfeld der unbegrenzten Möglichkeiten. Dabei zapft er seinen Dschinn an, und sagt laut: „Ich bin ja mal gespannt, was mir heute wieder Geniales einfällt.“ Denn der innere Flaschengeist symbolisiert für ihn die Weisheit unseres Unterbewusstseins. Flugs macht sich unser Gehirn als „Beweisführer“ auf, möglichst viele Belege zu sammeln, dass die Formel funktioniert. Denn die Welt ist ein Spiegel unserer Gedanken und diese erzeugen fortlaufend neue Wirklichkeiten. Das sagt das Doppelspalt-Experiment in der Quantenphysik. Das sagt Albert Einstein. Und auf dieser Basis arbeitet Marc Kettenbach: Seit gut einem Jahrzehnt coacht der Erfolgsautor Sportler, Manager und Privatpersonen buchstäblich um den Verstand. Denn diesen gilt es zeitweise aufzugeben …

Zurheide: Bestand Ihre Klientel früher eher aus Esoterikern, werden Sie heute ebenso von Zahnärzten, Anwälten oder Notaren konsultiert. Findet da ein Umdenken statt?

Kettenbach: Immer mehr Menschen treten einen Schritt zur Seite und hinterfragen ihre Existenz: „Wo komme ich her, wer bin ich, warum bin ich hier?“ Das geht oft einher mit der Erkenntnis, dass wir mehr sind als nur rationaler Verstand.

Marc Kettenbach

Emotionaler Spin: Kettenbach coacht Kiki Cordalis

Zurheide: Für alle, die sich nur auf dem neuesten Stand der Wissenschaft wohlfühlen: Gibt es Studien, die belegen, dass Realitätssteuerung mittels Gedankenkraft funktioniert?

Kettenbach: Überall auf der Welt wird derzeit intensiv zum Thema Quantenkommunikation geforscht. Auch am Schweizer Kern-Forschungszentrum CERN, wo sich der derzeit weltstärkste Teilchenbeschleuniger befindet. Die aktuelle Messphase beweist einmal mehr, dass Energie und Materie identisch sind.

Zurheide: Bis zum erfolgreich ausgeführten „Beam me up, Scotty““ ist es aber noch ein langer Weg …

Kettenbach: Das steht buchstäblich im Raum. So haben Forscher der University of Science and Technology of China einen neuen Rekord bei der Teleportation von Photonen aufgestellt, per Laserstrahl, über kilometerlange Distanzen. Die Teilchen wurden nicht physikalisch transportiert, nur als Information.

Marc Kettenbach

Hieb- & Stichfest: Kettenbachs Kampfhandwerk beruht auf festen Prinzipien

Zurheide: Wunscherfüllung wäre dann der nächste Quantensprung. Schafft Ihr Buch da nicht etwas verfrüht Tatsachen?

Kettenbach: „Tatsache“ steht ja eigentlich nur für „Es wurde getan.“ Die Erkenntnis von heute kann jedoch der Irrtum von morgen sein, später werden die Zahlen dann oft geradegerückt. Deshalb sind wir gut beraten, unsere Wissenschafts-Gläubigkeit etwas abzubauen. Die Wissenschaft beschreibt Phänomene ja nur, unsere Intuition jedoch versteht und durchleuchtet sie.

Zurheide: Doch Sie schreiben selbst, wir Menschen seien hoch programmierbar …

Kettenbach: Und frei in unseren Entscheidungen: Wir sind die einzigen Maschinen, die sich selbst programmieren können. Bio-Computer, trotz Fleisch, Blut und Nervenbahnen. Vielleicht sind wir darum so computeraffin …

Zurheide: Sie coachen auch Wirtschaftsbosse, die Flugzeuge oder Yachten kaufen wie andere Menschen Brötchen beim Bäcker. Was unterscheidet dermaßen erfolgreiche Unternehmer von jenen unter uns, die oft nur Luftschlösser bauen?

Kettenbach: Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Zuversicht, mit der Gewinner Misserfolge verarbeiten. Auch im Falle eines Scheiterns bleibt das Ziel klar im Hinterkopf. Fehler? Bedeutet einfach nur, dass noch etwas fehlt! Problem? Lösbar, sonst hieße es ja Contra-blem! Erfolgreiche Menschen sagen sich von vorne herein: Geht nicht gibt´s nicht, ohne jedoch blauäugig zu sein.

Marc Kettenbach

Abschied von der Angstmacherei: Selbstverteidigungstraining in Peru

Zurheide: Ihr Buch „N2H – Wunscherfüllung auf Knopfdruck!“ liest sich wie eine Anleitung zum Zaubern. Dabei werden an drei Fingern einer Hand spezielle Schalter installiert. Als Mental-Trick haben Sie z. B. den „Scheiß-egal-Schalter“ erfunden …

Kettenbach: Ein Gefühl übertriebener Wichtigkeit steht unseren Plänen oft im Wege. Gelingt eine gewisse Gleichgültigkeit, öffnet sich das Fenster zu einem Feld unbegrenzter Möglichkeiten, in das wir bildhaft betrachtet eine Absicht hineinlegen können.

Zurheide: Doch diese Absicht darf kein Wunsch sein …

 Kettenbach: Wünschen würde ja wieder die Information „Mangel“ in das Feld senden, das wie ein Hologramm funktioniert. Deshalb ist es vorteilhaft, eine Absicht zu formulieren und sie vor dem inneren Auge bereits realisiert zu sehen. Wie ein guter Schauspieler, der ja auch nur eine Referenzerfahrung wiedergibt. Trotzdem haut er eine wahnsinnige Energie raus.

Zurheide: Lässt sich denn allein durch Beobachtung unser materielles Umwelt beeinflussen?

Kettenbach: Diese Art von elektrischer Energie ist ebenso real wie die gegenständliche Welt. Wir sind menschliche „Bio-Batterien“. In meinen Übungen adressiere ich das System und lösche negative Überzeugungen von unserer seelischen Festplatte.

Zurheide: Sie ermuntern Ihre Leser, aus Denkspiralen auszubrechen, in dem sie den inneren Redner – indische Mönche nennen ihn „Affengeschnatter“ – kurzzeitig ausschalten. Warum ist Meditation wichtig?

Kettenbach: Weil man sich damit „neutral“ schaltet und wieder selbstbestimmter handelt. Die Reizüberflutung durch die Medien ist allgegenwärtig, Massenbeeinflussung ein Riesen-Business geworden. Je mehr die Menschen verwirrt werden, desto besser kann man ihnen Meinungen aufdrücken und Dinge verkaufen.

Energetic Upgrade: Transformationscoach Marc Kettenbach

Zurheide: Aber Sie appellieren doch auch dafür, den Verstand zeitweise aufzugeben …

Kettenbach: Den Verstand stelle ich mir vor wie einen Butler mit Frack und weißen Handschuhen, der etwas ausführt. Wir sollten lieber die Weisheit unseres Unterbewusstseins anzapfen.

Zurheide: Selbstredend laden Sie Ihre Bücher energetisch auf, so dass der Leser bei der Lektüre ein wohliges Kribbeln verspürt. Rufen Sie mit solchen Behauptungen nicht Bedenkenträger auf den Plan?

Kettenbach: Ein Buch energetisch zu korrigieren ist kein Humbug, sondern eine Sauarbeit. Dabei werden auch Stacheldrahtworte neutralisiert: wie die negative Schwingung, die ein Begriff wie „Urteil“ beim Leser freisetzen könnte.

Zurheide: Gibt es etwas sehr Einfaches, dass jeder gleich nach dieser Lektüre tun kann, um ein sofortiges Aha-Erlebnis zu haben?

Kettenbach: Führen Sie sich etwas vor Augen, das Ihnen Sorgen bereitet. Färben Sie dieses Gedankenbild im Geiste Schwarzweiß. Dann lassen Sie es kleiner und kleiner werden, bis es von Ihnen abrückt und nur noch stecknadelkopfgroß ist.

Zurheide: Wenn man Ihre drei Erfolgsschalter installiert, erscheinen selbst hochgesteckte Ziele weniger wichtig. Gerade deshalb werden sie paradoxer Weise plötzlich erreichbar …

Kettenbach: … und zu einem lässigen „Nice to have“. Wie diese Tasse Kaffee. Das ist nun mal ein Naturgesetz!

Marc Kettenbach

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